1896 gründete der damalige Kaufmann Josef Reiter, nach Überwindung von so manchen Schwierigkeiten, den Musikverein St. Agatha.

Herr Reiter, dem die Heranbildung der Musiker besonders am Herzen lag,  wirkte die ersten 10 Jahre als Kapellmeister. Die 20 ausübenden Musiker wurden, um eine teure Uniformierung zu umgehen, der Feuerwehr als „Feuerwehrmusik“ eingereiht. Das kulturelle Leben im Orte hatte eine ungeheure Bereicherung erfahren und die Musikkapelle war bald nicht mehr aus dem Ortsgeschehen wegzudenken. Wir sehen hier eine Fotografie von 1902 mit 22 aktiven Mitgliedern

1906 übernahm  dann Johann Baldinger das Amt des Kapellmeisters.

Dem Wirken der Musikkapelle bereitete der Ausbruch des ersten Weltkrieges 1914 ein jähes Ende. Da die meisten Musiker zu den Waffen gerufen wurden, konnte der Spielbetrieb erst nach dem Krieg, unter Kapellmeister Alois Berndorfer, wieder aufgenommen werden.

Im Jahre 1921 wurde von Franz Krenn die Theatergruppe des Musikvereins ins Leben gerufen.

Er war Leiter der Gruppe, sorgte für die Auswahl und Einstudierung der Stücke,  war verantwortlich für die Kostümierung und Schminkung der Spieler, und entwarf und mahlte die Bühnenbilder. Karl Prinzinger, der der Ortskapelle auch als Notenschreiber beiseite stand, besorgte die Umwandlung und Beleuchtung der Bühne.

KPM Alois Berndorfer, auf einem Foto von 1923 mit 15 Musikkollegen in Bildmitte, übergab den Dirigentenstab 1927 seinem Nachfolger Johann Reiter.

Weitere Kapellmeister bis Kriegsbeginn waren von 1930 bis 33 Johann Baldinger aus St. Agatha, von 33 bis 38 Alois Kliemstein aus Kolmhof und anschließend Friedrich Pühringer.

Es waren die Wirren des 2. Weltkrieges die 1940 zum erneuten Stillstand beigetragen haben. Obwohl Franz Krenn und Anton Kaltseis schon den Einberufungsbefehl in der Tasche hatten, wurde in St. Agatha und in Heiligenberg das Theaterstück „Der Förster“ noch aufgeführt. Die im Gemeindehaus, dem heutigen Krennhaus, untergebrachten Instrumente und Musikalien wurden zum Teil von den dort hausenden amerikanischen Besatzungssoldaten beschädigt oder verwüstet. Anton Straßl aus Hölzing, Johann Steinmayr aus Kolmhof und Isidor Stichlberger aus Dunzing  mussten ihre Vaterlandstreue mit dem Leben bezahlen und kehrten nicht mehr in die Heimat zurück.

Drei engagierten und eingefleischten  Musikern ist es zu Verdanken, dass das musikalische Leben in St. Agatha 1945 wieder Einzug hielt.

Der Musikkamerad und Postangestellte Franz Krenn, seit 1922 beim Musikverein, kehrte am Pfingstsonntag aus der Gefangenschaft heim.

Er begann das Notenarchiv zu Ordnen und machte die Instrumente, soweit noch möglich, wieder spielbar. Bei der ersten Ausrückung schon am Fronleichnamstag spielten nur 8 Musiker, die aus der Kriegsgefangenschaft  wieder heimgekehrt sind,  musikalische Weisen. Franz Krenn leitete in vorbildlicher Weise wieder die Theatergruppe und sorgte damit für nötige finanzielle Einnahmen. Er erledigte  nach dem Krieg als Kapellmeisterstellvertreter auch die organisatorischen Aufgaben und war ab 1953 Stabführer, Kassier und später Schriftführer des Musikvereins. Am 30. April 1967 legte er aus gesundheitlichen Gründen die Schriftführertätigkeit zurück, und verstarb 4 Monate später allzu früh.

Besondere Verdienste erwarb sich auch Tischlermeister Josef Resch, der der Musikkapelle seit 1935 angehörte. Er kehrte im Juli 1945 aus der Kriegsgefangenschaft zurück und übernahm die musikalische Leitung. Er bildete in vielen Stunden den Bläsernachwuchs aus und schrieb in mühevoller Arbeit Marschbücher und andere Noten.

Auf dem nächsten Bild sehen wir Josef Resch mit seinen Musikkollegen Josef und Leopold Ferihumer mit der Violine und mit der Gitarre beim Tanzmusik spielen. Josef Resch trat am 15. März 1953 aus dem Verein aus und verstarb 1957.

Die Nachkriegsgeschichte wurde auch vom damaligen Gemeindesekretär Karl Kastner  in verdienstvoller Weise mitgestaltet. Als „Hausherr“ vom Gemeindeamt verwahrte er das Musikinventar im Keller des Gemeindeamtes auf, das dort dadurch die Kriegsjahre halbwegs Überstand. Karl Kastner wurde am 21. Februar 1951 zum Gründungsobmann gewählt und behielt diese Funktion bis zum Tode am 25. August 1960.

Das 50-Jährige Jubiläum war von der Nachkriegszeit geprägt und wurde mit 2 Jahren Verspätung  am 22. August 1948  gefeiert.

Der damalige Kooperator und spätere Musikprofessor  Hermann Kronsteiner zelebrierte den Festgottesdienst, und hielt die Festansprache. Er schrieb zu diesem Anlass das bekannte Agatha-Lied und ein wunderschönes deutsches Libera, das vom Kirchenchor für die Kriegerehrung zur Aufführung gebracht wurde. 12 Nachbarskapellen konnten zu diesem Fest begrüßt werden, die auch am Nachmittag beim Gesamtspiel und beim Festzug mitwirkten.

Von einem schweren Unfall war die Musikkapelle am 19. September 1948 betroffen. Bei der Heimfahrt von einem Gartenkonzert kam in der Steinwand der Lastwagen mit Holzaufbau von der Straße ab und Überschlug sich, wobei mehrere Musiker schwer verletzt wurden. An den Instrumenten entstand ein Schaden von immerhin ca. 7.000,- Schilling.

Die Ausrückungen der Musikkapelle erfolgten bis zum Jahr 1949 ohne einheitliche Kleidung.

Die Adjustierung der Musiker bestand lediglich aus einer schlichten Kappe, zu deren Anschaffungskosten jeder aktive Musiker einen Beitrag von 50 Schilling  leisten musste. Im Jahr 1950 konnten sich die Musiker über die ersten neuen Uniformen freuen. Sie bestanden aus einer schwarzen Hose mit eingearbeitetem gelben Seitenband, einem blauen Lodenrock, weißem Hemd, schwarzer Krawatte u. blauer Schirmkappe. Zur Erstkommunion, am Christi Himmelfahrtstag, rückten sie mit dieser Uniform das erste Mal aus.

Mit Bewilligung der Sicherheitsdirektion OÖ. und der Einwilligung des „Alliierten Rates“ wurde 1951 der Ortskapelle die Führung des Vereinsnamens „Musikverein St. Agatha“ genehmigt. Damit war die Musikkapelle aus der FF ausgeschieden und ein selbständiger Verein geworden. Die erste Generalversammlung fand am Sonntag, dem 25. Februar 1951, im GH Wöss statt. Dabei wurden Gemeindesekretär Karl Kastner zum ersten Obmann, Josef Resch zum Kapellmeister, Franz Krenn zum Kpmstv und Schriftführer, Johann Burgstaller zum Kassier und Josef Kliemstein zum Notenwart gewählt. Am 4. Mai wurde bereits die erste Ausschusssitzung abgehalten. Die Funktionäre beschlossen, dass jeder ausübende Musiker, welcher aus dem Verein austritt, Uniform samt Kappe abzugeben hat, dafür aber keine Entschädigung erhält. Neu eintretende bekommen zwar Uniform und Kappe, haben aber dafür 50 Schilling zu bezahlen.

Am 15. März 1953 wurde der erst 20 Jährige Josef Ferihumer, nach dem Rücktritt von Josef Resch, zum KPM gewählt.

Bei der Generalversammlung am 20. März 1960 wurde Dr. Alois Zwirtmayr als Nachfolger von Karl Kastner als neuer Obmann gewählt. Dr. Zwirtmayr nahm die Funktion zwar an, ersuchte Karl Kastner aber, noch bis zur Vollendung des 65. Lebensjahres, am 15. Dezember 1960 zu bleiben. Diesen Geburtstag sollte der scheidende Obmann allerdings nicht mehr erleben.

Bei dieser Generalversammlung fasste der Musikverein den Beschluss,  wegen der schadhaften Instrumente eine Neuinstrumentierung durchzuführen. Für die Geldaufbringung wurde eine Haussammlung beschlossen, bei der die Landwirte auf den Verzicht der Jagdpacht für 3 Jahre ersucht wurden. Bis auf 2 Landwirte sind alle dieser Bitte nachgekommen. Weitere großzügige Spenden haben die Neuinstrumentierung gesichert, welche über 70.000,- Schilling gekostet hat. Die erste Ausrückung mit den neuen Instrumenten  war am Fronleichnamstag im Jahre 1960.

Das typische Erscheinungsbild des Musikvereins wurde 1961 mit dem Kauf der neuen Trachten geprägt.

Dr. Franz Lipp, vom Amt der OÖ LRG  hat sie entworfen, und speziell auf St. Agatha abgestimmt. Die dunkelgrüne Jacke, der hellgrüne Leibrock, die schwarze Leder-Kniebundhose, die weißen Stutzen und besonders der Jodlhut erinnern an das Bauernkriegsgeschehen von 1626 und dem aus unserer Gemeinde stammenden Bauernführer Stefan Fadinger. Noch heute begeistern wir mit dieser Tracht bei den verschiedenen Festen die Zuschauer. Die Kosten für den Ankauf der Tracht lagen bei 53.000,- Schilling, wobei die Gemeinde einen Betrag von 40.000,- Schilling in Form von 4 Jahresraten beigesteuert hat.

Um die Tracht schonender behandeln zu können wurde 1968 beschlossen wieder eine neue Uniform anzuschaffen.

Bei der JHV  am 30. März 1969 konnte Obmann Dr. Alois Zwirtmayr die Musiker in den neuen Uniformen vorstellen und freute sich über das große Verständnis  und die Spendenfreundlichkeit der Gemeindebevölkerung. Die Kosten für 30 Uniformen lagen bei 30.000,- Schilling

Seit 1969 besteht eine langjährige Freundschaft mit der Stadtkapelle Schifferstadt in der Rheinland Pfalz

Zurückzuführen ist diese Freundschaft auf Musikkamerad Erwin Humer, der mit weiteren Agathensern bei der Holzarbeit in diesem Gebiet einige Musiker der Stadtkapelle Schifferstadt kennengelernt hat. In den 11 Treffen sowohl in Schifferstadt als auch in  St. Agatha entwickelten sich viele persönliche Freundschaften. Auch der Fremdenverkehr profitierte davon, denn viele Schifferstädter Gäste verbrachten ihren Urlaub in St. Agatha.

Da sich die beiden Kapellen stark verjüngt haben, ist in den letzten Jahren kein Treffen mehr zustande gekommen.

Ein geeigneter Proberaum bedeutete für die Musikkapelle schon immer eine Hauptsorge und eine bewegte Zeit der Wanderung. Seit dem Jahre 1948 gab es acht verschiedene Proberäume. Da einige ein zweites Mal benützt wurden, waren es aber 11 Umsiedelungen für den MV. Der Sitz der Proberäume waren das ehemalige Gemeindeamt, das heutige  Krenn-Haus, der Schüttboden des GH Dieplinger, das ehemaligen Messner-Haus Wöss, ein Kellerraum der alten Volksschule, das Rundell im GH Ozlberger und der Kulturraum des damals neuen Gemeindeamtsgebäudes.  Als dieser Proberaum 1973 für eine Hauptschulklasse  zur Verfügung gestellt werden musste, begannen die Musikkameraden mit tatkräftiger Unterstützung  der Gemeinde und der Bevölkerung noch im Herbst des selbigen Jahres mit dem Anbau eines Proberaumes an das Gemeindeamt.

Hauptinitiator dieses Musikheimbaues war Kapellmeister Josef Ferihumer. Bereits am 11. Jänner 1974 konnte darin die erste Musikprobe abgehalten werden. Die Gesamtkosten betrugen S 230.000,- wobei der MV selbst ca. S 95.000,- aufzubringen hatte.

Von 07. Bis 09. Juli 1972 feierte der Musikverein sein 75-Jähriges Bestandsjubiläum mit einem großartigen Festzug unter dem Motto „ St. Agatha und seine Tradition“.

Wieder war es Musikprofessor und Komponist Hermann Kronsteiner,  der den Festgottesdienst zelebrierte und die Musik als Förderer von Friede, Einheit und Gemeinschaft, und Vermittler von Freude und Frohsinn lobte. 14 Gastkapellen, darunter auch die Schifferstädter Stadtkapelle konnten zum Fest begrüßt werden.

Bei der Jahreshauptversammlung am 27. März 1983 stellte Langzeitobmann Medizinalrat Dr. Alois Zwirtmayr  nach 23 Jähriger Tätigkeit sein Amt zur Verfügung. In seiner Amtszeit wurde eine Neuinstrumentierung vorgenommen, eine neue Tracht und eine neue Uniform angekauft, das erste eigene Probelokal errichtet, die intensive Freundschaft mit der Stadtkapelle Schifferstadt gepflegt, und vieles mehr . Als neuer Obmann wurde einstimmig der damalige Bürgermeister  Rudolf Keplinger gewählt, der vorher 25 Jahre als Flügelhornist im Verein spielte.

Mit dem Kapellmeisterwechsel bei der Generalversammlung am 27. März 1988 ist die  Ära von KPM Josef Ferihumer zu Ende gegangen. Josef Ferihumer ist 1947 zur Musikkapelle gekommen und wurde 1953 als Nachfolger von Josef Resch zum KPM gewählt.

In seiner Amtszeit sind ungefähr 60 Musiker in den Verein eingetreten und ausgeschieden. Sein Wirken umspannte die Zeit der Obmänner Karl Kastner, Dr. Alois Zwirtmayr und Rudolf Keplinger. Da diese keine aktiven Musiker waren, so fielen auf Josef Ferihumer auch viele organisatorische Aufgaben, wie beispielsweise, um nur einige zu erwähnen, das 75- Jährige Bestandsjubiläum, die Haussammlungen für die Trachten und Instrumentenankäufe und den Musikzimmerbau. Nach den harten Aufbaujahren machten sich Josef Ferihumer mit seinem Bruder Leopold, mit Josef Krenn, Josef Kliemstein und andere Musiker um die Jungmusikerausbildung verdient. Denn bis in die 80iger Jahre mussten die Musiker den Nachwuchs größtenteils selbst ausbilden. Josef Ferihumer zählte mit 35 Jahren zu einem der Dienstältesten Kapellmeister Oberösterreichs.

Er wurde dafür vom OÖBV mit dem Verdienstkreuz in Silber ausgezeichnet, und ihm vom Bundespräsidenten die „Goldene Medaille für die Verdienste um die Republik  Österreich“ verliehen.

Kapellmeister Josef Ferihumer übergab nach vielen schwierigen und verdienstvollen Jahren den Taktstock an den erst 21 Jährigen Josef Fattinger.

Mit dem Kapellmeisterwechsel war auch ein unübersehbarer Generationswechsel verbunden.

Josef Fattinger bemühte sich von Anfang an die Qualität der Musik weiter zu steigern, und absolvierte im Jahr 1992 erfolgreich die Kapellmeister -Ausbildung an der Landesmusikschule Andorf.

Am Palmsonntag, den 12. April 1992, stellte Rudolf Keplinger nach 9 Jahren sein Amt als Obmann zur Verfügung. Erstmals seit Bestehen der Musikkapelle als eigener Verein, ist Herbert Kliemstein als aktives Mitglied zum Obmann gewählt worden, und übte dieses Amt 3 Jahre aus

Nach dem zu frühem  Rücktritt von Herbert Kliemstein, und dem bevorstehenden Bezirksmusikfest 1996, mussten wir eine Persönlichkeit finden, die diesen Anforderungen gerecht werden konnte.   Daraufhin wurde Landtagsabgeordneter Alois Haslehner  bei der Jahreshauptversammlung am 9. April 1995 Einstimmig zum neuen Obmann gewählt.

Vom 27. Bis 30 Juni 1996 feierte der Musikverein St. Agatha sein 100 Jahr Jubiläum. 38 Gastkapellen, darunter die Bundesmusikkapelle aus Scheffau in Tirol, die auch den Frühschoppen spielte,  und die Stadtkapelle aus Schifferstadt waren gekommen, um mit uns den 100er zu feiern.

Musikalische Höhepunkte dieses Bezirksmusikfestes waren das Platzkonzert und der anschließende große Österreichische Zapfenstreich.

In Erinnerung werden vielen auch der beeindruckende Festakt mit allen Gastkapellen und der große Festzug bleiben.

Aufgewertet wurde dieser Festzug durch 24 Festwägen, die einen Überblick über die landwirtschaftliche und gewerbliche Entwicklung unserer Heimat gaben. Der großartige Erfolg dieses viertägigen Festes war nur durch eine vorbildliche Vorbereitung und Organisation unseres Obmannes Alois Haslehner und die tatkräftige Unterstützung der Musiker und vieler Helfer möglich.

Der Jungmusikernachwuchs bedeutete für die Musikkapelle immer eine große Herausforderung.  Seit 1993 gibt es auch in unserer Gemeinde eine eigene Musikschule, die sich sehr positiv auf unseren Nachwuchs auswirkt. Auch unter Kapellmeister Fattinger bemüht man sich intensiv, junge Menschen für die Musik zu begeistern.

Aktionen, wie das Vorspielen in den Schulen oder die Jungmusikergruppe werden genutzt, um auf den Verein aufmerksam zu machen. Schon vor dem Eintritt in den Verein wird gemeinsam musiziert  und seit 2006 werden bereits eigene Konzerte abgehalten.

2009 wurde die Jungendkapelle „WSW“  gegründet. Sie steht unter der Leitung von Daniela Panacker, ist eine Zusammenarbeit der Vereine Waldkirchen – St. Agatha – Wesenufer, und hat der Jugendarbeit nochmals einen  kräftigen Aufschwung gebracht!

Dadurch steigerte sich auch die Mitgliederzahl im MV ständig, wodurch die Räumlichkeiten schon in den 90er Jahren wieder zu klein wurden.

Nach langem Warten konnten wir endlich im Jänner 2009 die ersten Proben in unserem neuen, den modernen Anforderungen entsprechenden Probelokal im Gemeindezentrum abhalten.

Mit der sehr guten Jugendarbeit, dem intensiven Einsatz unseres Kapellmeisters Josef Fattinger, und dem fleißigen Probeneinsatz aller Musiker, ist es uns nicht nur gelungen, die Zahl der aktiven Mitglieder derzeit auf 62 zu Steigern, sondern auch das Musikalische Niveau  stark zu heben. Nach der 1. Konzertwertung in der Wertungsstufe A 1990, die uns einen ausgezeichneten Erfolg einbrachte, folgten 16 Wertungen in der Stufe B mit insgesamt 4 Auszeichnungen.

Den größten Erfolg unserer Vereinsgeschichte erreichten wir 2010.  Bei der Konzertwertung in Alkoven konnten wir beim erstmaligen Antreten in der Leistungsstufe C, also in der Oberstufe, eine Auszeichnung mit 91 Punkten erspielen.

Auch bei den Marschwertungen konnten wir seit 1987 bei 19 Teilnahmen, unter den Stabführern Wilhelm Ensfellner, Franz Andlinger und Franz Scheuringer einige ausgezeichnete  Erfolge mit nach Hause nehmen. Dieses hohe Niveau und die ständige Teilnahme  an den Wertungen waren der Anlass, dass uns vom LH schon zweimal Auszeichnungen verliehen wurden.

Am Palmsonntag, den 28. März 2010 hat unser langjähriger Obmann Alois Haslehner sein Amt zur Verfügung gestellt.

In seiner 15-jährigen Tätigkeit wurden zwei Musikfeste und viele andere Feste, wie das Arien und Weisen blasen, das Vereins-Gaudi-Turnier, a Gaudi und a Musi, die Eröffnung des neuen Probelokals und andere, veranstaltet.


Den nicht mehr so populär gewordenen Lumpenball hat er  1997 mit der Mitternachtseinlage „Agatha live“ zu einem erfolgreichen Musikerball umfunktioniert.  Der scheidende Obmann hat die Gemeinschaft immer Hochgehalten und dem Musikverein für Jung und Alt einen zusammenhalt gegeben. Auf Antrag des neugewählten Obmanns Franz Scheuringer wurde Alois Haslehner einstimmig zum Ehrenobmann gewählt.

Besonders erwähnenswert ist, dass wir seit 1953 nur 2 Kapellmeister  haben.   1953 – 1988, also 35 Jahre, unseren Ehrenkapellmeister Josef Ferihumer und seit 1988, auch schon 23 Jahre, den derzeitigen Kapellmeister Josef Fattinger. 58 Jahre – 2x Josef, was Österreichweit ziemlich einzigartig ist.

Beim alljährlichen Frühjahrskonzert, bei dem wir seit 15 Jahren den Turnsaal der Hauptschule in einen Konzertsaal verwandeln, und beim Kirchenkonzert in der Adventzeit, wird unseren Musikern die Gelegenheit geboten, ihr musikalisches Können darzubieten.

Diese Konzerte tragen die Handschrift von Kapellmeister Josef Fattinger,

und ihm  haben wir unzweifelhaft viel zu verdanken. Als qualifizierte Führungsperson versteht er es, mit viel Fleiß und dem notwendigen Humor die gute Kameradschaft und das hervorragende musikalische Niveau zu halten.

Für die Zukunft haben wir mit Thomas Keplinger, der als Kapellmeisterstellvertreter schon seit einigen Jahren einen Teil des Frühjahrkonzerts dirigiert, und mit Daniela Panacker, Leiterin der Jungblasorchester „WSW“, zwei voll ausgebildete KPM.

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